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5000 EUR Spende für das Auschwitz-Projekt

Geschrieben von BOEK.

Der WDR Aachen hat über den Auftritt von Esther Bejarano, einer der letzten Überlebenden des ehemaligen Auschwitzer Mädchenorchesters am 08.03.2018 in der Aachener Lokalzeit berichtet. Am Tag nach dem WDR-Lokalzeit-Beitrag ein Herr in der Schule an und erzählte mir die folgende Geschichte, die sich im Jahre 1938 sehr nahe am Pogromtag im November zugetragen hat.

Ein zweijähriger deutscher Junge war an beidseitiger Lungenentzündung erkrankt und hatte über 40 Grad Fieber. Sein Vater kontaktierte deutsche Ärzte mit der Bitte um Hilfe, die jedoch aufgrund der späten Stunde, es war gegen 23 Uhr abends, verweigert wurde. Obwohl streng verboten, kontaktierte der verzweifelte Vater einen jüdischen Mediziner, der sich zusammen mit dem Vater durch die Gassen Stettins schlich, um zur Wohnung des Jungen zu gelangen. Der Arzt half durch Verabreichen fiebersenkender Medikamente, der Junge überlebte. Der damalige Junge, heute ein 82-jähriger Ruheständler, war der besagte Anrufer. Er teilte mir mit, dass er den WDR-Bericht am Vortag gesehen hätte und nun wüsste, wie er sich nach nunmehr 80 Jahren endlich angemessen dafür bedanken kann, dass der jüdische Arzt ihm damals das Leben gerettet hat, und sagte unserer Schule für unser Projekt in diesem Jahr 5000 Euro Spende zu. Ich hatte während des Telefonats eine Gänsehaut, ebenso erging es allen Schulleitungsmitgliedern bei dem Hören dieser Geschichte.

Die Zuwendung war bereits am 12.03.2018 auf dem Konto des Fördervereins gebucht.

Herr Urtel (Foto), der Anrufer vom 09.03.2018, und seine Lebensgefährtin waren heute in der Schule zu Gast. Wir haben uns angemessen bei ihm bedankt, der Förderverein hat ihm die Zuwendungsbestätigung zukommen lassen.

Der WDR Aachen, der diese Geschichte ebenso nahe gehend empfunden hat, war auch heute zu Gast. Der entsprechende Beitrag wird am Donnerstag, 22.03.2018, in der Lokalzeit Aachen um 19:30 Uhr zu sehen sein.

Uwe Böken, Schulleiter

Weitere Stolpersteine in Bauchem verlegt!

Geschrieben von BOEK.

Zum wiederholten Male wurden von den Mitgliedern der Geilenkirchener "Initiative Erinnern" Stolpersteine verlegt. Der Künstler Gunter Demnig hat unter der Regie des Sprechers der Initiative, unserem Kollegen Hans Bruckschen, und unter Beteiligung der Geilenkirchener Schulen an mehreren Stellen in Bauchem Steine verlegt. In diesem Jahr ist die besondere Symbolik, dass in den frühen Morgenstunden das diesjährige Auschwitz-Projekt gestartet wurde!

Auschwitz-Projekt 2017

Geschrieben von BOEK.

Pünktlich um 05:30 Uhr konnte der neunte Jahrgang am Morgen des 05.07.2017 von der Schule in Richtung Krakau aufbrechen. Bei guter Stimmung wurde mit drei modernen Reisebussen die Fahrt nach Polen angetreten. Wir freuen uns sehr, dass das Bischöfliche Gymnasium St. Ursula in diesem Jahr erstmalig mit einer etwa 30-köpfigen Schüler(innen)-Gruppe an der Projektfahrt teilnimmt.

Pünktlich zum Tag der Abfahrt hat auch die lokale Presse über unser Projekt berichtet!

Nach einer absolut unproblematischen Fahrt ist unsere Reisegruppe gegen 19:50 Uhr gut in Krakau angekommen!

Nach spannenden Tagen in Krakau und Auschwitz mit ein paar kleinen Einlagen gesundheitlicher Art ist die Gruppe am Sonntag, 09.07.2017, gegen 09:15 Uhr wieder gut in Geilenkirchen angekommen!

Gedenken an die Pogromnacht 1938

Geschrieben von BRU/BOEK.

Auch in diesem Jahr wurde seitens der Schule der Pogromnacht 1938 gedacht. Traditionsgemäß besuchten die Klassensprecher am Vormittag den jüdischen Friedhof. Abends trafen sich dann viele Mitglieder der Initiative Erinnern in der evangelischen Kirche in Geilenkichen, um nach einer kurzen Gedenkfeier mit in den Farben Israels leuchtenden Ballons den Weg über den Synagogenplatz zum jüdischen Friedhof anzutreten.

Auch in unserer Stadt wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 die jüdischen Mitbürger von Menschen gepeinigt, mit denen sie vorher in friedvoller Nachbarschaft zusammengelebt hatten. Unser Kollege Hans Bruckschen, der Koordinator der Initiative Erinnern, fand sehr passende, mahnende Worte, zu einem sehr traurigen Anlass!